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Stadtteil Rauental
Die ,,Westliche Vorstadt“ erhält offiziell die Bezeichnung Rauental
Seit 29. März 1979 wohnen die Bürger der bis dahin sogenannten „Westlichen Vorstadt" nicht länger in einem „anonymen" Stadtteil. Der Stadtrat erklärte sich einstimmig mit der offiziellen Bezeichnung „Rauental" für den Stadtteil zwischen Moselweiß und der Altstadt einverstanden. Damit ist das Rauental heute mit 25 Jahren ein junger Stadtteil? Keineswegs! Wie Dr. Ewald Thul im Stadtrat erläuterte, existiert das Rauental seit mehr als 700 Jahren. 600 Jahre war dieses Rauental allerdings nicht mehr als sein Name aussagt: ein raues, mit Gestrüpp bewachsenes Weinbergund Ackergelände. So nachzulesen in Hans Bellinghausens „2000 Jahre Koblenz". Nur der Weißer- oder später Moselweißer Weg führte durch diese unwirtliche Gegend. Rege Bautätigkeit ab 1900: Dr. Thul: „Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Rauental ein Ort reger Bautätigkeit: Kasernen, Standort-Lazarett, der Marienhof, Schlachthof, Gaswerk, später Besatzungsbauten und Siedlungen: Die Bewohner dieses unorganisch gewachsenen Gebildes hatten zunächst kein besonderes Ortsbewusstsein. Das änderte sich erst mit der Vikarie St. Elisabeth im Jahre 1938. Diese Gemeinde wurde zum eigentlichen Kristallisationspunkt des Rauentals. In der Zeit der schrecklichen Bombenangriffe, unter denen das Rauental wegen seiner Nähe zur Neuen Moselbrücke und zum Güterbahnhof besonders zu leiden hatte, und in den Jahren des Wiederaufbaues, wuchsen die Rauentaler Bürger zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Man hatte sich in verschiedenen Vereinen mit dem Namen Rauental identifiziert, so unter anderem die „Nachbarschaft", auf deren Antrag der Name Rauental nun endlich beschlossen wird.
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